Yannick´s Geschichte…

 

Hi, ich bin Yannick Rebsamen. Ich bin der „Typ ohne Beine“ und der wohl bekannteste Kämpfer der Schweiz.

Unser Leben wird durch viele Ereignisse geprägt. Und ich will Dir jetzt von meinem prägendsten erzählen. Es war der 24.12.2018, die Nacht, die man als den Heiligen Abend kennt, in der alle Familien beisammensitzen und Weihnachten feiern. Die Nacht, in der ich 20 Minuten tot war und ohne Beine im Krankenhaus aufwachte. In dieser Nacht hat sich für mich alles verändert. Ich konnte es gar nicht begreifen, ich war einfach zu tiefst schockiert.

Meine erste Reaktion, nachdem meine Familie und meine Freunde mir sagten, dass ich keine Beine mehr habe: Ich lachte. Ich lag im Krankenbett, bis zur Hüfte zugedeckt, und spürte meine Beine, als wären sie noch da. Als ein Freund die Decke schließlich wegzog und ich sehen konnte, dass da wirklich keine Beine waren, war ich innerlich wie gelähmt. All das musste ich erstmal realisieren. Was mich nun endgültig aus der Fassung brachte, war die Tatsache, dass ich 20 Minuten tot war. Ich lebte nur noch, weil mich die Sanitäter und Ärzte wiederbelebten. Das musst Du Dir mal vorstellen, ich war tot und bin dann wieder ins Leben zurückgekehrt. Dem Tod nur knapp entkommen.

Ich war schon immer lebensfroh, habe mein Leben genossen und gefeiert.

Dieser Unfall konnte mir vielleicht meine Beine nehmen, aber nicht meinen Charakter. Ich sah andere mit ebenfalls schweren Schicksalsschlägen, die auf depressiv wurden, oder in Trauer, Wut und Verzweiflung lebten. So wollte ich nicht sein! Ich BIN lebensfroh, ein bisschen verrückt und unternehmenslustig und ich LIEBE das Leben. Der Unfall sollte und konnte das nicht ändern. Ganz im Gegenteil: Ich weiß das Leben jetzt noch mehr zu schätzen.

Nach einer kurzen Trauerphase meldete sich mein Kampfgeist zurück. Ich wollte wieder zurück ins Leben. Prägende Ereignisse sind dafür da, um wach gerüttelt zu werden und um unsere innere Stärke zu entdecken.

Dann habe ich mir den ersten Plan erstellt. Zunächst fand ich zurück zum Kraftsport, um mich auch körperlich wieder stark fühlen zu können. Mit Beinprothesen würde die Möglichkeit bestehen, wieder laufen zu können. Dafür mussten allerdings 350.000€ her. Die hatte ich nicht, also tat ich folgendes: Ich startete eine Spendenaktion, um mir meinen Traum, auf EIGENEN BEINEN ZU STEHEN, erfüllen zu können. Ich wollte jedoch nicht abhängig von Spendern sein, also informierte ich mich, wie ich selbstständig werden konnte, um mir das restliche Geld selbst zu verdienen. Ich bin unglaublich dankbar und froh über so all die Menschen, die Anteil an meinem Schicksal nahmen und spendeten. Das motivierte mich noch mehr, erfolgreich zu werden. Ich wollte meine Spender stolz machen und ihnen zeigen, dass ich mich auf ihrer Spende nicht ausruhe.

Meine Ärzte, Pfleger und Physiotherapeuten sind begeistert von meiner Zielstrebigkeit und fragen oft, wie ich das schaffen konnte. Ich höre sehr häufig, ich würde irgendetwas verdrängen kompensieren. Doch wer sagt, dass man nach Schicksalsschlägen in ein Loch fallen muss? Ich habe mich BEWUSST für den anderen Weg entschieden und ich werde alles dafür tun, ein erfülltes Leben zu führen!

Ich liebe das Leben und ich möchte auch Dich inspirieren, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir wissen nie, wann das Leben für uns zu Ende geht und bis dahin sollten wir das Beste daraus machen. Alles, was dich daran hindert, deinen Traum zu leben, ist bloß eine Ausrede. Nimm dein Leben selbst in die Hand und kämpfe! Mein Lebensmotto hat sich in den letzten Monaten gezeigt: „Keep Fighting!“ Mit diesem Motto möchte ich dich dazu ermutigen, immer weiter zu machen und niemals aufzugeben! Egal, was du dir in den Kopf gesetzt hast, höre erst auf, wenn du deine Ziele erreicht hast! Dein Yannick Rebsamen

 

 

 

 

 

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